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    • Die meisten 15-Jährigen tun das, was man von ihnen erwartet. Holen sich Filzläuse, schnüffeln Klebstoff.
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      • Ybur. Die Perfektion.
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      • Saerdna. Der Tötungsdrang von Teddybären.
      • Nevs. Leben.
      • Leinad. Collapse.
      • Pisoj. Rockn.
      • Sirhc. AK-1 bis -47.
      • Nröjb. Echte Gefühle.
      • M. Seni. Ausrufezeichen! Klammer zu.
      • Ihcim. In der Kürze liegt die Würze.
      • Anit. Kurz und gut.
Aus der Reihe "Also, 'Soziophobie' wäre glatt untertrieben", heute:

Die Tiefen der Seichtheit.


Wenn ich ihn mir so ansehe, diesen arg dürren Kleiderständer, der drei Nummern zu große Hoodies und Baggy-Jeans zu tragen hat und bei dem man sich fragen muss, weshalb sein Hoodie nicht bis zu seinen Füßen durchrutscht, mit diesen großen, blauen Augen, er erweckt eine Melange aus Mutterinstinken und dem Bedürfnis, purzelbaumschlagend wegzurennen in mir. Mit seinen blonden, leicht strähnigen Haaren und seinen vollen Lippen erinnert er an einen Schimpansen.
Doch während ein Schimpanse allgegenwärtig als putzig, goldig, lollig wahrgenommen wird, wünscht man sich bei ihm nur den schnellen Tod herbei. Seine Hände können nicht still halten; permanent muss er über die Funktionsweise eines Kugelschreibers sinnieren. Fasziniert bedient er dieses Konstrukt der Wissenschaft, grobmotorisch, laut, penetrant. Anfragen, dies bitte zu unterlassen, weil man sich konzentrieren müsse, werden vehement abgelehnt.

In seiner Balzzeit zeichnet er sich durch ein angemessenes Sprachvermögen auf. Balzzeit ist auch, wenn er in einer festen Beziehung ist – das zeigt er explizit auf einschlägigen Jugendportalen. Auf seinem Profilbild küsst ihn seine Freundin auf die Wange – wie auch auf ihrem Profil. Zu Beginn hat er sich noch brennend für neue, weibliche Kontakte interessiert, bis ihm auf die Finger geklopft wurde. Seitdem erzählt er davon, wie glücklich er mit ihr sei und wie schwul diese Fragerei doch sei. Sein Lebensmotto: “Bin nicht schwul und wenn wärs eh ned jugendfrei.”
Wenn er von jungen Frauen angesprochen wird, sprechen diese daraufhin von “Sodomie”. Seine Wortwahl sei plump, unpassend und unbefriedigend.

Gruppenarbeit.

Die Schulen dieser Nation haben sich mit dem Wirtschaftswesen zusammengeschlossen, um die Gesellschaft zur Scheinsozialität zu erziehen. Während man beispielsweise als Kunde der Deutschen Bank von vorne und hinten ausgebeutet wird, während sich Josef Ackermann den Luxus des variablen Lohns genehmigt, so muss der junge Bankkaufmensch beim Assesement-Center bitte gefälligst “sozial” sein und mit jedem kooperativ (und vor allem produktiv) arbeiten. Auch wenn’s das selbstgefälligste Arschloch der Welt ist, selbst wenn die geistige Diskrepanz zu groß ist.

Doch all diese Gedanken publik zu machen, ist absolut verpönt. Wer sich überfordert fühlt ob des verbalen Diarrhoes, das sein Gegenüber hemmungslos ausscheidet, macht sich keine Freunde. Man spricht von Arroganz, Ignoranz und Intoleranz. Plötzlich wird der Spieß umgedreht, meine Position zu dieser Person wird von der Allgemeinheit auf mich übertragen. Letztlich zählt der Niedlichkeitsfaktor – tja, große blaue Augen gegen große blaue Nase. Ich bin arrogant, ich bin selbstgefällig – ich bin dumm.

Ich bin dumm, wurde mir neulich von den Hoheiten des Bildungsbunkers attestiert. Natürlich nicht in dieser direkten Wortwahl, aber man bittet mich nun herzlich darum, zu einer “nicht sooo anspruchsvollen Schule” zu wechseln. Meine Umzugspläne für Berlin gegen April seien ja eh schwachsinnig. Und weil meine Volljährigkeit nicht zählt und “um Amokläufe wie einst in Erfurt zu verhindern”, macht man mich nun zum Massenmörder (Achtung, Ironie), indem meinen Eltern, die sich gerade für meine, sagen wir, undogmatischen Pläne sensibilisieren ließen – und das nicht knapp – in einem persönlichen Gespräch dieses Vorhaben ausgeredet werden soll.
Ich weiß mich dagegen zu wehren. Ich zerkratze sie alle mit meiner Zahnspange.

In einem einsamen Moment, einer knappen Sekunde, blicke ich neidvoll zum kleinen Schimpansen, samt Harem, der mit seinem Mitleidsbonus neuer Chef der Deutschen Bank wird. Er ist Homer Simpson und ich bin Frank Grimes.

Hoffentlich muss ich nie für ihn als Motion Designer arbeiten.

Samstag, 26. Jänner 2008, 21:34:06 CET.



10 Chinesen mit 'nem Kontrabass. »

"Achten Sie auf Ihr Telefonierverhalten! Setzen Sie sich ein Limit!"

  1. #1
    » Eine Ansprache von Sven E..
    Vom Sonntag, den 27. Jänner 2008 um 14:00:17 CET.

    Lieber tot als gesellschaftlich akzeptiert! Nicht solange Kitty Farmer dominiert!

  2. #2
    » Eine Ansprache von MisterBrightside.
    Vom Sonntag, den 27. Jänner 2008 um 15:39:58 CET.

    :) Danke, das ist genau das, was ich gerade brauche…

  3. #3
    » Eine Ansprache von Elvisheyes.
    Vom Sonntag, den 27. Jänner 2008 um 17:46:54 CET.

    Ersteinmal-…was für ein schicker Blog.Das lange Warten hat sich wirklich gelohnt. Nein, gefällt mir wirklich gut. Besonders gut finde ich das runde flauschige Pöbeldings ^^.

    Zu deinem Eintrag: Ein großes Yeah auf die Gruppenarbeit, wo man sich mit anderen Schwachköppen was aus den Fingern saugen soll, de facto man aber alles alleine macht.

    Man sieht sich am Montag

  4. #4
    » Eine Ansprache von ruby.
    Vom Sonntag, den 27. Jänner 2008 um 21:46:04 CET.

    hallo
    wirklich sehr hübsch
    ich falle auf beide knie und applaudiere

    ich hatte letztens ein gespräch mit einer konservativen lehrerin und ich fragte warum die wirklich intelligenten leute denn eigentlich die schule verlassen müssen, weil sie entweder zu “schüchtern/ agressiv/ rebellisch” sind und man sie mit den worten verabschiedet, du bist der intelligenteste schüler in dieser klasee, aber…
    sie sagte die schule fördert die schüler die fleißig und nicht die die intelligent sind.
    seitdem zweifel ich an den grundfesten des schulsystems (denk aber nicht das die einheitsschule da besser wäre ;) )

    gruppenarbeit wurde von ein paar der schule fremden pädagogen entwickelt mit der hübschen idee “kinder erklären sich die scheiße untereinander und die lehrer trinken kaffee” nicht zu vergessen das refrendare unheimlich viel punkte für diese kreative art und weise unterricht zu halten bekommen.

    grundsätzlich leidet immer die kreativität unter kompromissen so ist es völlig schwachsinnig eine gemeinsame utopie zu erstellen^^

    amen

  5. #5
    » Eine Ansprache von Stella.
    Vom Montag, den 28. Jänner 2008 um 20:13:17 CET.

    ist das deine dimplomarbeit über f. r.? :)

  6. #6
    » Eine Ansprache von MisterBrightside.
    Vom Montag, den 28. Jänner 2008 um 20:25:32 CET.

    “Diplomarbeit” ist gut! :)
    Ich geb mir jetzt mal wieder die Hüttengaudi.

  7. #7
    » Eine Ansprache von daniel.
    Vom Mittwoch, den 30. Jänner 2008 um 02:06:20 CET.

    ich habs irgendwie nicht verstanden. aber meine gedanken sind auch zwischendurch abgedriftet. what did you just say?

    und eigentlich wäre ich auch der erste hier gewesen. aber du hast irgendeinen mist hier zusammengepfriemelt, sodass ich mit meinem eigentlichen browser (der gute avant) nur in die website-zeile klicken kann. alles andere reagiert nicht auf mich. und ich bin erst heute auf die glorreiche idee gekommen den ganz und gar ruhmlosen firefox anzuwerfen. pfui deibel.

    was wollte ich noch gleich? ach ja, schön, dass du wieder da bist.
    wollte meinen blog auch schon schließen, nur um mal wieder in zu sein.

  8. #8
    » Eine Ansprache von daniel.
    Vom Mittwoch, den 30. Jänner 2008 um 02:07:14 CET.

    achja. und in meinem browser sind sämtliche kommentare wie im uppercase gehalten. was tust du da nur?

  9. #9
    » Eine Ansprache von MisterBrightside.
    Vom Mittwoch, den 30. Jänner 2008 um 15:31:58 CET.

    Scheiß MyBlog, die lassen keine Kommentare von mir zu.

    Der Internet Explorer (worauf der Avant Browser basiert) hat bekanntermaßen Probleme mit der Blog-Software, das liegt nicht zwingend an mir. Das letzte Design war weniger kompliziert gestrickt als das neue, trotzdem sah es auch dort schon scheiße aus. Wenn’s dich also nervt, sag den Trotteln von Microsoft, sie sollen sich gefälligst an die Standards halten.

    Und Firefox und Opera sind eh cooler.

  10. #10
    » Eine Ansprache von daniel.
    Vom Freitag, den 01. Februar 2008 um 16:04:05 CET.

    wie doof. aber für dich werf ich sogar firefox an!

    aber anscheinend rächt myblog mich schon bereits. hrhr.

Mi Lei Long Di Do Di Delü.

Hey you! Matt McManamon von The Dead 60s heißt mit Nachnamen...?

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