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      • Olbap. The man on the moon.
      • Saerdna. Der Tötungsdrang von Teddybären.
      • Nevs. Leben.
      • Leinad. Collapse.
      • Pisoj. Rockn.
      • Sirhc. AK-1 bis -47.
      • Nröjb. Echte Gefühle.
      • M. Seni. Ausrufezeichen! Klammer zu.
      • Ihcim. In der Kürze liegt die Würze.
      • Anit. Kurz und gut.
Aus der Reihe "Pop Town, Reality Check", heute:

Der Mindfuck der Suppkulturen.

Sehen wir den Tatsachen ins Gesicht, liebe Kinder: Eure sogenannte Individualität ist gar keine. Das gilt für euch Mando-Diao-Girls ebenso wie für die Hopper, die zum Emotum konvertiert sind, und die ganzen Gruftis, Gothics, Satanisten, Volksmusikliebh… okay, da nicht… SM-Fetischisten, Classic-Rock-DJs und 12-jährigen Kiddies dieser Welt. Ihr werdet gerade in der westlichen Gesellschaft an Substanzlosigkeit qualvoll verenden. Die Tatsache, dass das Grundgesetz besagt, dass jeder Mensch gleichwertig behandelt werden muss, verachtet ihr in eurem eigenen Selbstdarstellungstrieb.
Jeder kocht sein eigenes Süppchen und will dieses am Ende nicht mehr ausschlürfen. Denn am Ende seid ihr diejenigen, die die Welt regieren. Dabei lasst ihr eure ach so authentischen Überzeugungen auf der Strecke, wenn ihr mit euren prima Abizeugnissen eure schwarzen Stehkragenhemden, Kajalstifte und Frisuren gegen Aldi-Hemden mit Aldi-Jackett samt Aldi-Nadelstreifenhosen und Aldi-Gürteln (und einem auf Brusthöhe baumelndem iPod, der allen plakativ demonstrieren soll, dass ihr mit dem “extravaganten” Teil die Wise Guys hört) eintauscht. Habt ihr gestern noch Steine auf Feuerwehrmänner in Heiligendamm geworfen, so bewirft ihr morgen die Gesellschaft mit eurem leeren Gefasel mit noch mehr Substanzlosigkeit. Jeder soll seine Lieblingsmusik hören, natürlich, doch Kleider machen Leute. Wer die Welt ach so qualvoll findet, dass er nur noch in schwarzen Shirts mit “Blutflecken” und entsprechender Botschaft durch die Welt seiner Flegeljahre geht, aber sich dann mit Bravour durch sämtliche Instanzen der wettbewerbsorientierten Gesellschaft hindurchmogelt, den verachte ich. (Und dieser Meinung wird mit grenzdebiler Radikalität begegnet). Wer nach Protest aussieht und die CDU wählt und nicht weiß, wofür Kufiyas (diese hippen Palitücher) stehen…

Ehrlich, ich könnte grad kotzen. Und es tut mir auch Leid, so arrogant und mit einer gewissen Portion Neid zu reagieren. Aber bedeutet Individualtität nicht, dass man sich bewusst gegen das Allgegenwärtige profiliert? Wo bleibt der Kampf gegen das Establishment, wenn das Radikale en vogue ist? Egoismus, Kaltherzigkeit, Geldgier, Fremdenhass, verpackt in der Hülle der Subkultur. Möget ihr alle darin qualvoll ersticken.

Ich sage, Individualität ist passé. Und du?

Samstag, 09. Juni 2007, 21:34:46 CEST. 22 Personen.



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