• Trippin'.
  • The Stalker’s Guide.
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    • Die Insiderwitze.

    • In my life why do I smile at people who I'd much rather kick in the eye?
      The Smiths - "Handsome Devil"

    • Jan. 1 - Jamie Lidell live in Frankfurt. (Wir hatten es schon vor -403272 Tagen hinter uns.)
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      • Saerdna. Der Tötungsdrang von Teddybären.
      • Nevs. Leben.
      • Leinad. Collapse.
      • Pisoj. Rockn.
      • Sirhc. AK-1 bis -47.
      • Nröjb. Echte Gefühle.
      • M. Seni. Ausrufezeichen! Klammer zu.
      • Ihcim. In der Kürze liegt die Würze.
      • Anit. Kurz und gut.
Aus der Reihe "Pop Town", heute:

They died before they got old: Breitscheid versus Kukident Zombie Allstars.

Attention! This blog entry contains piss oberflächlich betrachtet Altenfeindlichkeit. You say oberflächlich betrachtet Altenhasser, I say die.
Das Praktische an meiner Schule ist, dass der Kippenautomat in greifbarer Nähe steht. Noch praktischer ist es jedoch, dass die richtigen Prioritäten gesetzt werden: maximale Fehlstundenanzahl bei sowieso minimaler Qualität. Und am allerpraktischsten ist, dass die brandneue Filiale eines holländischen Discounters nur drei Schritte vom fünften Zigarettenautomaten in der näheren Umgebung der Bildungsanstalt steht.

Ich werde angenehm überrascht; öffnet sich doch die Tür automatisch für mich. Für mich! Noch bevor ich die zweite Tür überschreite, überhole ich zwei sich gegenseitig anhustende Rentner. (“Soll ich jetzt mit dem Rauchen aufhören?” – “Nah! Jetzt badste die Scheiße aus, Erwin!”) Ich laufe an der Getränkeabteilung vorbei und muss an einem Rentnerpärchen vorbeilaufen. (“Coca Cola oder die Billigmarke?” – “Coca Cola. Sei’s uns gegönnt. Bitte, Eli. Bitte. Wir leben nicht mehr lange.” – “Also die Billigmarke.”) Dann biege ich nach rechts ab, zu den Sonderposten, wo ich mich an einem Rentneraufstand durchgequetschen muss. (“Gibt’s die Leggins auch in XL?” – “Das sind keine Leggins, Anuschka. Das ist eine Art Röckchen. Gacker, gacker!” – “Zurückgacker!”)
So weit, so geliftet. Ich habe mich nun halbwegs durchgekämpft und stehe vor dem Kühlschrank. Aber – Regie, bitte die “Wuah!”-Blende – ich finde nirgends mein heißgeliebtes Stracciatella-Joghurt. All diese Menschen – ich entdecke es plötzlich, aber der Zugang wird mir erschwert durch ältere Herrschaften, die sich in gebückter Haltung nicht entscheiden können, den neuen Obstgarten™ auszuprobieren oder nicht. (“Should I stay or should I go now? Soso?” – “Bleib mal, Rocko, das könnte interessant werden.” – “Sag mal, ist es nicht komisch, dass wir gerade diesen Dialog in seinem Kopf führen?” – “Erfährt doch eh keine Sau.” – “Ja, aber, er wird’s doch bloggen.” – “Äh, ähm, äh. Öh.” – “Hast du verstanden, was er wollte, Vernon?” – “Leider habe ich diese Sprache auch nicht drauf.”).

“Ehm, Entschuldigung, darf ich bitte an Ihnen vorbei…?”
Keine Reaktion.
“Hallo? Dürfte ich bitte?”
Von Aprikose kriegense Blähungen.
“Ich bitte Sie…! Würden Sie… Verdammtnocheins, ich will durch! Gehen Sie weg! Machen Sie mal Platz hier!“
Überraschung, es handelt sich um die Vorsitzende des allseits geschätzten Rheuma-Clubs mit ihren Groupies. Die haben sich jetzt offenbar hier einquartiert. Sie hat eine totschicke, vom Kubismus beeinflusste Sonnenbrille auf. Und sie versucht, mich aufzuhalten.
“Junger Mann, Sie hätten uns darum…!”
Hab ich doch, du alte Schrulle! Ihr Tattergreise könnt euch untereinander verständigen, aber mich ignoriert ihr ungeniert!
“Das ist mein Joghurt, Oma! Lass los! Hey! Fuck off, sucker!”
Ich gehe zur Kasse. Wenigstens kann ich mich noch anständig fortbewegen.
“Provoziere die Kinder doch nicht immer so! Sie wollen doch nichts.”
Smells like starke Verwesung.

Drei Minuten später. Die Geldgeilheit des Konzerns veranlasst zu solch speziellen Anlässen, dass lediglich eine Kasse geöffnet ist. Vor mir steht die einzig jüngere Person, vermutlich Mitte 40, und statt wie andere anwesende Personen darauf erpicht zu sein, ihr ganzes Kleingeld noch vor der Begegnung mit dem Sensenmann loszuwerden (“Ich glaub, ich hab’s passend!”), zahlt sie mit ihrer ec-Karte. Das dauert auch nur ein kleines bisschen, bis die Summe abgebucht wird. Dabei macht sich die Queen of the Stone Age erneut sehr wichtig.
“Halloh?! Wann sind wir denn mal dran? Hier sind noch andere, die darauf warten…”
Frigide Großmamas mit unzufriedener Libido make Breitscheid go angry.
“‘Oh Mann! Gib endlich Ruhe, Oma!”

Die Kassiererin schaut mich sichtlich angespannt an und schluckt ihre Wut runter.
“Die Transaktion ist gleich abgelaufen. Sie werden so bald wie möglich bedient.”

Sartre hat mal gesagt: “Die Hölle, das sind die anderen.”

Dienstag, 19. Juni 2007, 22:10:28 CEST.



10 Chinesen mit 'nem Kontrabass. »

"Achten Sie auf Ihr Telefonierverhalten! Setzen Sie sich ein Limit!"

  1. #1
    » Eine Ansprache von Marcel.
    Vom Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 06:59:02 CEST.

    Alte Menschen sind manchmal echt ein Graus ( Oma ich liebe dich!!!). Letztens hatte ich so einen typischen Renterzombie-Day, an dem alle älteren Wesen noch gehirnbetrunkener als sonst durch die Gegend hechelten und (egal ob per Beine, Fahrrad oder Auto) ständig versucht haben mich zu töten. Und nach der siebten Oma mit ner Ladung Pralinen auf’m Arm, die ohne zu schauen in mich reinrannte, glaubte ich das sei Absicht. Bedroht mal bitte Leute in eurem Alter! Nene du…

  2. #2
    » Eine Ansprache von Pussy Galore ;).
    Vom Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 16:33:21 CEST.

    Vielleicht trachten sie nach unserem Leben, weil sich ihres so langsam dem Ende neigt … purer Neid ;) …. hmhm .. ^^
    Boa, bin ich glücklich, dass ich in keinem Altersheim um einen Praktikumsplatz gebeten hab ;D
    Auch son tolles Klischee: Iss, iss Kind …. du fällst hier doch schon bald aus der Hose …” … kaum sind die Großeltern weg, erkennt man sich gar nicht mehr wieder und muss durchs Kaff rollen ^^ …

  3. #3
    » Eine Ansprache von ruby.
    Vom Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 17:17:49 CEST.

    Hey bitte ein wenig Rücksicht.
    Das ist doch das einzig coole am Alter man kann sich rücksichtslos vordrängen, die guten Plätze im Bus besetzten und nach Herzenslust über alles schimpfen.
    Ich persönlich freu mich schon auf meine Rentnerjahre!

  4. #4
    » Eine Ansprache von MisterBrightside.
    Vom Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 17:21:25 CEST.

    Ach, bei Rubys Kommentar fällt mir glatt was ein..
    wdr.de/tv/poetryslam/vide...326_video_martin_betz.jsp

  5. #5
    » Eine Ansprache von jennyjenn.
    Vom Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 23:33:24 CEST.

    “kleinen moment, ich habs passend” japp, da hatte ich letzens im rewe 3 stück von vor mir. ich ganz brav mit einer verdammten packung kaugummi. die drei äußerst freundlichen alten damen natürlich jeweils mit ihrem 2-wochen+festessen-für-die-gesamte-verwandtschaft-einkauf. denkst du, die ham mich mal vorgelassen? – nope, dauert zu lange. zeit ist geld. die jugend wird immer unfreundlicher und respektloser, ja ney is kla.

    pizzahut, yiha :D

  6. #6
    » Eine Ansprache von Anna.
    Vom Donnerstag, den 21. Juni 2007 um 17:13:00 CEST.

    haha, ich hab mal wieder sehr gelacht.

    und: danke. :)

    bei der gesuchten band handelt es sich um herbstrock, die ich mal live sah und für ziemlich gut befand. aber itunes gönnt mir das nicht. “meinten sie herbstritt?” aktiv unterwegs bin ich da aber auch nur, um gutscheine einzulösen.

  7. #7
    » Eine Ansprache von Sven.
    Vom Freitag, den 22. Juni 2007 um 11:00:43 CEST.

    Spielt “You say oberflächlich betrachtet Altenhasser, I say die.” auf die tolle Band “You say party! We say die!” an?

  8. #8
    » Eine Ansprache von MisterBrightside.
    Vom Freitag, den 22. Juni 2007 um 11:32:02 CEST.

    Correctamundo! :)

  9. #9
    » Eine Ansprache von Schoko.
    Vom Freitag, den 22. Juni 2007 um 18:48:25 CEST.

    Jaja, die Omas und der Schtraziadella – Yoghurt ;)
    Alter als gratis Gesellschafts-Freifahrtschein.
    Schokoladige Grüße

  10. #10
    » Eine Ansprache von Lici.
    Vom Samstag, den 23. Juni 2007 um 11:28:10 CEST.

    U R GREAT! =)

Mi Lei Long Di Do Di Delü.

Hey you! Matt McManamon von The Dead 60s heißt mit Nachnamen...?

Die Spielregeln.
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