Jemanden rauszuschmeißen, der gar nicht ins Haus darf. So hat mein Vater einen Kerl, der im Nachbarhaus wohnt, lauthals im Treppenhaus zur Pellwurst gemacht. An sich ganz gut, denn viele Türen standen offen; all die putzenden Hausmütter dieser Nation waren nicht in ihren Wohnungen mit all den Kostbarkeiten, die man leicht klauen könnte. (Aber musste das unbedingt um neun Uhr morgens sein? Och menno, ich hab Luxusprobleme.)
Was ist keine gute Idee?
Sich am selben Tag der Körperpflege zu widmen. (Memmen lesen jetzt weg – JETZT hab ich gesagt!) Während ich an gewissen Ecken mit diversen Gerätschaften herumhantiere, muss ich am Fenster plötzlich feststellen, dass jemand ein Foto geschossen hat. Und dieser Jemand war wohl der Nachbar, den mein Vater neulich vom Platz verwiesen hat.
Wer’s nicht gerafft hat: Ich war nackt.
Da gibt’s jetzt zwei Möglichkeiten, eine realistische und eine unrealistische. Fangen wir doch mal mit der unrealistischen an.
Diese lautet: Er erpresst uns und mich jetzt mit dem Foto, stellt es ins Netz auf irgendwelchen Fetischseiten (oh Gott, wahrscheinlich nennt sich eine “Scissor sisters & dudes from the neighbourhood dot org slash y” oder so) und lacht bekloppt.
Die realistische wäre jedoch: Er hat das Foto wegen den unproportionalen Körperverhältnissen schnurstraks gelöscht und wird gerade im Krankenhaus wegen Augenkrebs behandelt.
Ich hab euch hiermit vorgewarnt. Was auch immer verdächtig aussieht, nein, das ist nicht Bigfoot, auch nicht Samson von der Sesamstraße (dazu fehlen mir die nötigen Kilos) – non, c’est moi. Nun, eigentlich muss ich mich als Kind der flower power generation (hust) für gar nichts schämen. Drum ist’s dann doch egal. Das nächste Mal laufe ich halt als haariges Monster durch die Gegend. Auch wenn man mich danach mit meinem Ex-Chemielehrer verwechseln würde. Oder Bigfoot.