• Trippin'.
  • The Stalker’s Guide.
  • Splendid Isolation.
  • Impressum of Love.
    • Die Insiderwitze.

    • Es wird kostengünstiger, wenn ich Camerons Arsch anfasse, Foreman einen Nigga nenne und Chase... na ja, auch an den Arsch fasse.
      Dr. House

    • Jan. 1 - Jamie Lidell live in Frankfurt. (Wir hatten es schon vor -387628 Tagen hinter uns.)
    • » Noch 53mal schlafen für:
      Radiohead live in Berlin.
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      Die US-Wahlen.
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      Das Ende des Jahres der Mathematik. (Schauder.)

      • Coast Is Clear.
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      • Annah. Wonderwoman und die Philosophie.
      • Ave. Hurra!
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      • Saibot. Making feet for children shoes.
      • Hpotsirhc. In der Stadt der Planquadrate.
      • Enneite. Le Pimp.
      • Anna. Die Puddingbrumsel.
      • Enin. Der Tod kommt von oben.
      • Ybur. Die Perfektion.
      • Olbap. The man on the moon.
      • Saerdna. Der Tötungsdrang von Teddybären.
      • Nevs. Leben.
      • Leinad. Collapse.
      • Pisoj. Rockn.
      • Sirhc. AK-1 bis -47.
      • Nröjb. Echte Gefühle.
      • M. Seni. Ausrufezeichen! Klammer zu.
      • Ihcim. In der Kürze liegt die Würze.
      • Anit. Kurz und gut.
Aus der Reihe "Pop Town", heute:

Selbstunbefriedigung.

Es gibt Nächte, da liegt man im Bett und kann einfach nicht einschlafen. Zu viele Dinge wuseln im Kopf herum.

…werd ich die Klausur morgen wieder mit Bravour verkacken? Sollte ich froh sein, wenn mir jemand die Freundschaft kündigt, nur weil mein icq dauernd am Abfucken ist (und er sich damit verbal regelmäßig wie ein Affe auf die Brust klopft)? Wo ist meine Glaubwürdigkeit geblieben? Bin ich ein schlechter Mensch? Soll ich die Schnake da killen? Should I stay or should I go now? Kann ich nicht jetzt einfach… Student sein? Hormone, fucking Hormone! Die sind’s! Die machen mich total gaga.

In der Tat befinde ich mich in einem final countdown (klingt abgedroschen, ist aber so); jetzt wachse ich noch einmal, es sprießen auf den Füßen noch mehr Haare als bisher und plötzlich find ich Mikas “Grace Kelly” zwar immer noch scheiße, aber ein bisschen hörbar. Doch wem sag ich das. Ihr seid ja alle älter. (Okay, außer du, du, du – nicht du, der andere du, du da hinten links, du… duuuh? Nein, du nicht. Ach, und du.) Selbst das bringt mich um den Schlaf.

Es ist 03:19, ich stehe auf. Ziel: Kühlschrank. Food is my hot hot sex und wunderbarerweise befinden sich dort zwei Eimer mit Stracciatella-Topfen-Crème – die Deutschen sagen dazu bloß “Joghurt (mild)” – die mich mit einem sanften Lächeln zu später Stunde erwarten.
Jetzt ist es 03:46 und beide Eimer sind leer. Das deprimiert mich. Ich verfalle mal wieder in Selbstmitleid, bis ich fantastischen 19-Cent-Pudding finde. Billigsahne on top. Smells like Wasserhahn. So gut. Drei Becher mit “Schokoladen”-”Geschmack” werden rasch geleert. Jetzt das letzte arme Würstchen: Vanille. Das Wort “Vanille” kommt ja nicht von ungefähr von “Vagina”. Ich reiße die Schutzfolie auf – und halte auf einmal inne.
Die Pampe sieht zu vanillig aus, was mich nachdenklich stimmt. Nehme einen Blick auf die Zutatenliste und, natürlich, da sind Farbstoffe drin. Ist ja eigentlich allseits bekannt und mir war’s bisher auch egal (von der kurzen Phase mit der Farbstoffallergie abgesehen). Aber… wie sieht der Ursprung dieser Grütze aus? Milchig-trüb? Klar? Oder aus irgendwelchen Gründen königsblau? Ugh. Mir wird allmählich schlecht. Besser gesagt, mir sollte schlecht werden, aber ich esse es auf, um die bisherigen trivialen Geschehnisse, die ich just in diesem Moment verzapfe, äh, noch weiter zu trivialisieren. Oder anders gesagt: Ich – fast schon emo. Pudding – Freund. Ich – undankbare Arschgeige. Pudding – bähm!

Pudding ist so toll. Pudding tröstet dich in schwierigen Zeiten, ist immer für dich da, hat Geschmack, umarmt dich, geht mit dir in den Freizeitpark und würde dir eine Niere spenden. Warum regieren keine Puddingbecher die Welt? Pudding – das klingt schon nach Spaß, während der Ausdruck “Mensch” gar als beleidigtes Gezeter wahrgenommen wird. Pudding, ach, zaubert dir einfach ein Lächeln auf’s Gesicht.
Zärtlich streichle ich meinen Becher mit der delikaten Milchpampe und bin im Himmel (mit Diamanten und Lucy und so). Ich bin so ergriffen, dass ich augenblicklich stramm stehe, meine rechte Hand am Herzen halte (aber vorher noch die Unterhose zurechtziehe) und beschließe: Wenn ich die Welt regieren tun würde tun tut… äh, nochmal: Wenn ich die Welt regieren würde, dann würde wegen Pudding regelrechte Feiern, äh, abgefeiert werden! All-you-can-runterwürg! Flatrate-Pudding-Parties! Und Puddingbäuche würden wieder in sein! Wäre das nicht toll? Wenn ich die Welt regieren würde, und das will ich ja unbedingt als verdammter Pop-Idealist, als Eindeutige-Meinungen-Haber, wäre die Welt eine bessere! Glaubt mir, ich lüge ja nie! Ich würde sogar in Schulen Amok gehen und alle mit Puddingbechern bewerfen.
Simsalabim bin ich wieder auf meinem Bett und überlege. Überlege. Und überlege… und schlafe ein.

06:15. Kater. Und gleich Schule. Ich bohre in der Nase frühstücke. Meine Mutter fragt mich, ob ich den ganzen Pudding aufgegessen habe. Als notorisch vertrauenswürdige Person antworte ich ihr mit: “Öh, höh?” – “Der Billig-Pudding war schlecht.”
War ja so vorhersehbar. Ich gehe wieder in mein Zimmer, schließe die Tür ab und schiebe quasi eine Nummer den Blues; beim Onanieren täusche ich mir einen Orgasmus vor.

Mittwoch, 23. Mai 2007, 21:35:32 CEST. 8 Personen.



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