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    • It's quite a web-"sight" when civil war buffs get in the buff. www.gettys-BARE, next on Sick, Sad World.
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      • Iznarf. Hippie Barbie.
      • Saibot. Making feet for children shoes.
      • Hpotsirhc. In der Stadt der Planquadrate.
      • Enneite. Le Pimp.
      • Anna. Die Puddingbrumsel.
      • Enin. Der Tod kommt von oben.
      • Ybur. Die Perfektion.
      • Olbap. The man on the moon.
      • Saerdna. Der Tötungsdrang von Teddybären.
      • Nevs. Leben.
      • Leinad. Collapse.
      • Pisoj. Rockn.
      • Sirhc. AK-1 bis -47.
      • Nröjb. Echte Gefühle.
      • M. Seni. Ausrufezeichen! Klammer zu.
      • Ihcim. In der Kürze liegt die Würze.
      • Anit. Kurz und gut.
Aus der Reihe "Pop Town", heute:

2007: MySpace Odyssey.

You should be in my space.
Interpol – “Narc”

Also, früher musste ich mir nie Gedanken um Sackhaare machen.
Damals hatte ich auch noch keinen Zugang zum Internet und musste keine Mails auf MySpace, die Enthaarungsmittel anpreisen, entfernen. Dass Spam-Mails auch so wunderlich sein können, dass sie speziell die Zielgruppe mit starkem Sackhaarwuchs erschließen möchten… Ich frage mich, wie die auf mich gekommen sind.
An meinem MySpace-Profil kann’s definitiv nicht liegen. Vielmehr habe ich einen leicht arroganten Text hingerotzt und ein Foto genommen, auf dem ich komisch gucke (was ich eh auf allen tue).

Angefangen hat das vor einem Jahr, als ich noch fasziniert war, dass man Kontakte zu Bands knüpfen und Freunden sinnlose Fragebogen-Bulletins zuschicken konnte. Es geht bis heute noch sogar so weit, dass ich sporadisch EPs aus Großbritannien zugeschickt bekomme. Das will ich definitiv nicht mehr missen.
Sicher, die Seite ist designtechnisch eine absolute Katastrophe. Ich krieg die Krätze, wenn ich voluminöse Profile besuche, die die Schriftgröße 48 und die Schriftart “Comic Sans” benutzen und viele Farben verwenden, die ich noch nicht mal auf dem Klo sehen möchte – und punk-pink muss immer irgendwo sein. Idealerweise wird an jeder Spalte noch eine Art Analdehnung durchgeführt, indem YouTube-Videos (wenn sie nicht “due to terms of use violation” removed worden sind) in maximaler Größe und Anzahl eingebunden werden. Diese werden automatisch abgespielt. Alle. Gleichzeitig. Und der Profilsong kommt dazu.
Wenigstens habe ich einen Werbeblocker; der macht das Ganze noch halbwegs erträglich, wenn ich die richtigen Seiten besuche.

Freundschaftstechnisch… ach, Freundschaft! Was ist schon Freundschaft im Web 2.0? Abgesehen von den richtigen Freunden adde ich grundsätzlich nur Bands. Geaddet werde ich wiederum fast nur von Mädels. Bisher hatte ich auch kein Problem damit, weil sie sich in fast allen Fällen als vielschichtige, interessante Persönlichkeiten herausgestellt haben, sprich: Quasi-fast-sowas-irgendwie-wie-Freunde halt.
Die Zeiten haben sich geändert. Es kommen in der Regel nur noch Bierspelunkenbands aus dem hintersten Taunus – sprich: Schülerbands – auf mich zu, die aus Leuten bestehen, mit denen ich persönlich bedingt gut klarkomme. Oder Spam in Form von wildfremden Menschen aus UK und US (Patrick, 36, aus Virginia oder “finding-emo-93″ aus London).
Ein anderes Phänomen bildet die neue Zielgruppe Groupies. Entweder finden sie meine Haare wuschelig und mich deswegen geil, haben den “Mr. Brightside” aus dem Killers-Song als ihren Traummann erkoren und übertragen das direkt auf mich – oder sie wollen gleich den ganzen Körper. Und das machen sie mir auf penetrante Art und Weise klar. Teilweise wollen sie meinen Schwanz in ihre verfressenen Emo-Mäuler stopfen. Oder ähnlichem.

Schön, dass ich eine so interessante Persönlichkeit zu haben scheine. Schmeichelt mich, sehr sogar. Ich als Sex-Objekt. Das ist so absurd, dass ich mir jetzt meine Sackhaare mit Wachs rausreißen möchte.

Scheiße nur, dass die Vorteile immer noch überwiegen. Aber da muss ich jetzt durch. Vielleicht schreibe ich einfach zurück, dass ich asexuell bin. Wäre eine Möglichkeit. Andererseits ist die Subkulturen-Kompatibilität der Indie-Girlz und -Boyz so hoch, dass die Antwort möglicherweise so lauten könnte:

o.O loooool wie asexy und lollig ^^ wollt imma mal nön asexuellen freund! das ist soooooooooo süß!!!!!!!!!!!!!!1111111 ^^

…wie die erst reagieren würden, wenn ich denen erzählen würde, dass ich ein Freund von Natursekt und anderen Sauereien wäre? Stellen wir uns dieses Szenario erst einmal vor…

O.O rofl!!!! nice ;) wollte scho imma ma nen pipi-kacka-freund! das ist saaaaaaaaauuuuuuhot!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!111122222222 ^^

Passt.
Ich muss jetzt zum Schluss kommen, gleich ist mein Essen fertig; drum gehen wir – schwuppdiwupps! – zu der Abrundung über. Was lernen wir denn daraus?
The world is a mess (but my hair is perfect).

Samstag, 24. März 2007, 19:00:50 CET. 7 Personen.



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