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      Die Nanny

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      • Anitsirk. Im falschen (Kunst-)Kurs.
      • Ikswotsirhc. Der mit der tollen Mutter.
      • Elen. Tuedlue.
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      • Annah. Wonderwoman und die Philosophie.
      • Ave. Hurra!
      • Eztam. Ein Leben für die Popkultur.
      • Iznarf. Hippie Barbie.
      • Saibot. Making feet for children shoes.
      • Hpotsirhc. In der Stadt der Planquadrate.
      • Enneite. Le Pimp.
      • Anna. Die Puddingbrumsel.
      • Enin. Der Tod kommt von oben.
      • Ybur. Die Perfektion.
      • Olbap. The man on the moon.
      • Saerdna. Der Tötungsdrang von Teddybären.
      • Nevs. Leben.
      • Leinad. Collapse.
      • Pisoj. Rockn.
      • Sirhc. AK-1 bis -47.
      • Nröjb. Echte Gefühle.
      • M. Seni. Ausrufezeichen! Klammer zu.
      • Ihcim. In der Kürze liegt die Würze.
      • Anit. Kurz und gut.
Aus der Reihe "Pop Town", heute:

Es war gestern Nacht beim Ohrenputzen, als es mir auffiel.

Ich glaube, ich werde erwachsen.
Ich möchte Vater werden. Keine Ahnung, was mich zu diesen Gedanken verleitet hat, aber in dem Moment, gerade in dem Moment, als ich den Überwachstum meines Ohrenschmalzes mit einem angefeuchteten Fetzen Toilettenpapier den Garaus gemacht habe, hatte ich dieses komische Gefühl in mir. Schwachsinn, denkt da meine vernünftige Seite in mir, du bist erst siebzehn. Die Vatergefühle flauen daraufhin wieder ab. Und ich widme mich wieder der Hygiene.

Es war gestern Nacht beim Zähneputzen, als es mir auffiel: Ich glaube, ich werde erwachsen.
Meine elektronische Zahnbürste ist ein riesengroßes Arschloch. Sobald ich die Borste an meinen Zahnbelag anreibe, fängt diese an, den Geist aufzugeben. Entferne ich sie aus dem oralen Bereich, surrt es munter weiter und scheint intakt zu sein. Wie gesagt, ein riesengroßes Arschloch. Eigentlich. Gerade in diesem Moment hat es keine Macken. Hurra. Konsequenterweise putze ich mir die Zähne. Ich fange mit dem hinteren Bereich an und kämpfe mich bis zum Kaubereich der Backenzähne vor. Meine Gedanken sind leer, ein verlassener Parkplatz in der Nacht mit einem Fernlicht. Surr. Ich nehme inzwischen keinerlei Notiz von der Außenwelt mehr. Surr. Surr.
“…Sex and the ficki-ficki!”
Ich verschlucke mich. Ich rette mich vor einem qualvollen To… nein, so dramatisch war’s dann doch nicht. Aber ich quietsche ein schüchternes “hihihi” aus mir heraus, ich ergötze mich an einer Kreation, die von der längst abgesetzten Kuttner.-Show stammt. Ficki-ficki, hihi. Ich glaube, ich werde erwachsen.

Es war gestern Nacht beim Meer-Mineral-Vitamin-Kapsel-Pseudopeeling-Männergesichtsseifenauftragen, als es mir auffiel: Ich glaube, ich werde erwachsen.
Nicht nur, weil ich mir gerade so eine Pampe auftrage (die im Übrigen ein Geschenk war). Nein, gerade, als mir klar wurde, dass es ein Geschenk war, als mir bewusst wurde, dass ich mir bisher alles in den Arsch schieben ließ, war es Zeit, endlich unabhängig zu werden, endlich sein eigenes Geld zu verdienen. Beim Lotto. In einer Band. Bei einem Fernsehsender. Als Erfinder. Als Chef. Als Bürohengst. Als Saftschubser. Als Tellerwäscher. Als Putze. Als Kassierer. Als Stricher. Ach, keine Ahnung, ich muss pissen.

Sonntag, 21. Jänner 2007, 19:54:33 CET. 5 Personen.



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