• Trippin'.
  • The Stalker’s Guide.
  • Splendid Isolation.
  • Impressum of Love.
    • Die Insiderwitze.

    • The ice age is coming, the sun is zooming in, engines stop running, and the wheat is growing thin.
      The Clash - "London Calling"

    • Jan. 1 - Jamie Lidell live in Frankfurt. (Wir hatten es schon vor -387565 Tagen hinter uns.)
    • » Noch 53mal schlafen für:
      Radiohead live in Berlin.
    • » Noch 135mal schlafen für:
      Billy Bragg live in Frankfurt.
    • » Noch 172mal schlafen für:
      Die US-Wahlen.
    • » Noch 229mal schlafen für:
      Das Ende des Jahres der Mathematik. (Schauder.)

      • Coast Is Clear.
      • hey you! hurray!
      • itstoolong.
      • Ina Simone Mautz.
      • Texttourismus.
      • mittelformat.
      • Outpost Daria.
      • Christoph Koch.
      • Facking Cants.

      • Ynnej. Kranke Tante.
      • Ydeeps. D schnllst Ms vn Mxk.
      • Enra. Access without denial.
      • Ol-Erk. Jesus on my mind.
      • Anavs. Schwanenkriegerin.
      • Rehtse. Die gute Vernunft.
      • Icceb & Lezah. Milben und Wombats.
      • Nirhtak-Nna. Briefe statt Kommentare.
      • Seni. Lecker Gemüse.
      • Anitsirhc. Intensive Blicke ins Meer.
      • Ycul. Wirrwarr im Kopf.
      • Lecram. Für ‘n Appel und ‘n Ei.
      • Arhol. Hamburger ohne Fleisch.
      • Eiluj. Achten Sie auf die Kategorien.
      • Anaxo. Lachrymologie für Fortgeschrittene.
      • Etnemgarf. Radikalisiert das Leben.
      • Eihpos. Musik fließt durch die Adern.
      • G. Sedecrem. Derdiedas Euter.
      • F. Anna. Lola. Lalalalala. Cola.
      • Anitsirk. Im falschen (Kunst-)Kurs.
      • Ikswotsirhc. Der mit der tollen Mutter.
      • Elen. Tuedlue.
      • Skek. Vom Krümelmonster empfohlen.
      • Annah. Wonderwoman und die Philosophie.
      • Ave. Hurra!
      • Eztam. Ein Leben für die Popkultur.
      • Iznarf. Hippie Barbie.
      • Saibot. Making feet for children shoes.
      • Hpotsirhc. In der Stadt der Planquadrate.
      • Enneite. Le Pimp.
      • Anna. Die Puddingbrumsel.
      • Enin. Der Tod kommt von oben.
      • Ybur. Die Perfektion.
      • Olbap. The man on the moon.
      • Saerdna. Der Tötungsdrang von Teddybären.
      • Nevs. Leben.
      • Leinad. Collapse.
      • Pisoj. Rockn.
      • Sirhc. AK-1 bis -47.
      • Nröjb. Echte Gefühle.
      • M. Seni. Ausrufezeichen! Klammer zu.
      • Ihcim. In der Kürze liegt die Würze.
      • Anit. Kurz und gut.
Aus der Reihe "Gedöns, Pop Town, Zelluloid", heute:

Zwischen schlafenden Obdachlosen im Bahnhof stand ein Fotofix-Automat, Teil zwei.

Wir könnten – aber…
Einstürzende Neubauten – “Prolog”

Konsequent tippe ich die Überschrift des letzten Eintrags ab. Das dürfte auch das einzig Konsequente in letzter Zeit gewesen sein. Aber ich setze jetzt da fort, wo ich gestern abrupt abgebrochen habe. (Die für heute angekündigte Musik muss aber auf morgen oder so verlegt werden. Schaut doch mal auf die Uhr.) Seid ihr bereit?

Klammer auf, Gebärdensprache, Klammer zu. Hatte ich noch vergessen zu erwähnen.

Irgendwo in Marokko. Ein Hirte reicht seinen zwei Söhnen Ahmed (Said Tarchani) und Yussuf (Boubker Ait El Caid) eine Waffe mit dem Auftrag, Schakale zu töten. Diese Waffe soll eine Distanz von bis zu drei Kilometern überwinden können – was dazu führt, dass die Jungens damit ausgiebig spielen und ihre Fähigkeiten ausreizen möchten. Ein undurchdachter Schuss auf einen Bus hat dabei weitreichende Auswirkungen.
Denn dabei wird Susan, gespielt von Cate Blanchett, mitten im Schlaf lebensgefährlich angeschossen. Sie ist die Ehefrau von Richard (Brad Pitt); die Reise nach Marokko sollte ihre Ehe wieder kitten. Richard bemüht sich um Hilfe, Bürokratie und Anti-Terror-Fantasterei verhindern allerdings sofortige Hilfe von Seiten der US-Amerikaner, zumal nationale Hilfe mitten in der Pampa schier unmöglich zu sein scheint.
Richards Schwester muss sich daher in den USA darum kümmern und kann nicht als Babysitterin für seine Kinder fungieren. Dafür springt die mexikanische Nanny Amelia (Adriana Barraza) ein. Sie würde am liebsten auf die Hochzeit ihres Sohnes gehen, doch stattdessen kümmert sie sich in San Diego mit Hingabe um Debbie (Elle Fanning; Schwester von Dakota Fanning) und Mike (Nathan Gamble), bis sie sich von ihrem Neffen Santiago (Gael Garcia Bernal) einlullen lässt. Trotz diverser Kulturschocks finden die Kinder zwar Gefallen an der mexikanischen Hochzeit, aber die Tatsache, dass Amelia sich illegal in den USA aufhält, missfällt den Grenzpolizisten. Santiagos Alkoholeinfluss treibt das Ganze auf die Spitze…
Die schwächste Verknüpfung an der bisherigen Rahmenhandlung findet sich in Tokyo: Chieko (Rinko Kikuchi) ist gehörlos (man würde taubstumm sagen, doch das soll nicht mehr p.c. sein), hat den Suizid ihrer Mutter miterlebt und fühlt sich einsam. Sie trinkt, konsumiert Drogen und stellt ihre primären Geschlechtsmerkmale zur Schau, in der Hoffnung, sexuelle Kontakte zu erfahren. Ihr Vater (Koji Yakusho), einst der Besitzer der oben genannten Waffe, ist recht ahnungs- und hilflos.
Vier zum Teil kontrastreiche Schicksale, vier Puzzleteile, die erst mit der Zeit ein ganzes Bild ergeben. Sämtliche Protagonisten bemühen sich wortwörtlich um Gehör: Richard als Hetzfeind der anderen Businsassen, die keinerlei Respekt empfinden. Susan als Opfer des politischen Machtspiels, deren Leben in der Tat am seidenen Faden hängt. Ahmed, Yussuf und die Menschen in ihrer Umgebung, die durch entsprechende Untersuchungskommissionen Leid erfahren müssen. Amelia, die trotz langjähriger und erfolgreicher Integrationsphase nicht als US-Bürgerin anerkannt wird und im Notfall von den Behörden wie Dreck behandelt wird, so dass die Kinder, die unter ihrer Aufsicht stehen, um ihr Leben bangen müssen. Chieko, die sich in der bunten Welt nicht zurecht findet und um Integration in die Normalität bemüht. Die Metakommunikation ist dabei, wenn überhaupt, die einzige Möglichkeit für all diese Personen, um den Weg aus dem Schlamassel zu finden.
Wer zunächst dachte, dass es nur von der arabischen Welt geprägt sei, liegt falsch: “Babel” ist tatsächlich ein Global Player. Die Darsteller sind authentisch, die Bilder eindrückend und plakativ, die Botschaft klar wie Kloßbrühe. Wer keinen Volldeppen hinter sich sitzen hat, der für jede erschütternde Szene ein gestelltes Lachen übrig hat, findet wahrscheinlich noch mehr den Zugang zum Film. Und selbst wenn: “Babel” zählt noch knapp zu den besten Filmen des Jahres 2006 und wird auch dieses Jahr und überhaupt von großer Bedeutung sein.

Soviel dazu. Ich glaube, ich mache tatsächlich einen Mehrteiler über vorgestern, gestern und heute. Jetzt folgt: Teil drei.

Montag, 01. Jänner 2007, 21:10:59 CET. 3 Personen.



Seite: « 1 ... 12 13 14