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Der Anrufbeantworter-Breitscheid.
Wobei, ich könnte euch so wunderbare Dinge erzählen. Wie etwa, dass ich mir in dieser Woche in der Schule mindestens dreißigtausend Filme angesehen habe und mindestens neun Fantastillarden weitere Filme sehen werde. Muss. Oder dass der Sonnenuntergang irgendwie seltsam-schön war. Eine Mélange aus rosa und grau. Aber mit solchen Belanglosigkeiten könnte ich mich selbst nicht mehr ernst nehmen. Nicht, dass ich das jemals getan habe.
Tor Nummer zwei, Jörg. Lügen auftischen.
“…Als ich gestern die Welt gerettet habe, indem ich
versehentlichnonchalantmein Mettwurstbrötcheneine usbekische Atombombekaputt gemachtentschärft habe, hatte ich nebenbei auch noch die Romanze meines Lebens. Danach klingelte das Telefon und dieTelefondominaSchuldirektorin teilte mir mit, dass ich vorzeitig das Abitur erhalten würde. Weil ich ja der tollste, symphatischste, intelligenteste Mensch der Nation, ach was!, des gesamten Universums bin. “Chapeau, Chapeau! Klatsch, Klatsch”, tönt es aus dem Telefon. Und bescheiden sei ich ja auch noch. Ahahahahaa. Und plötzlich besaß ich alle Fähigkeiten und Charaktereigenschaften, die ich mir jemals gewünscht habe. Mann, bin ich geil.”
Der egomane Fantasie-Breitscheid.
Quatsch, so ein Leben wünsch ich mir doch gar nicht. Macht zwar Spaß, sich den größten Scheiß zusammenzufantasieren, allerdings würde ich meinen einstigen Grundsatz, niemals solche Lügengeschichten zu schreiben, brechen. Und das geht gar nicht. Ach ja, außerdem bin ich zu bescheiden, um einzusehen, dass ich zu bescheiden bin, um einzusehen, dass ich zu bescheiden bin, um einzusehen, dass ich zu bescheiden bin, um einzusehen, dass ich zu bescheiden bin, dass ich… etwas zu schüchtern dafür bin.
Ich könnte jetzt auch unfassbar pathetisch werden und sagen, dass Musik mein Leben ist.
Musik ist mein Leben.
Der echte Breitscheid. (Oder um es jugendaffiner auszudrücken: Da real Braaaidsaaaid.)
Und hey! Das ist die tierfreundlichste Lösung. Die Klaxons machen den Mainstream-Pop wieder kredibler, indem sie bei Jo Whiley auf BBC Radio 1 “My Love” von Justin Timberlake covern. Superfantastischer heißer Scheiß.
Und jetzt isses wieder weg.