
Eben hat mir meine Mutter ein paar Marzipanpralinen gereicht. Marzipan, ich liebe Marzipan, es ist das einzig Gute an Weihnachten. Ihr seht, durch solchen Mumpitz gerate ich schnell in Extase. Jedoch hat das Ganze auch seine Schattenseiten: Es war auch Alkohol enthalten. Geringste Mengen von Alkohol machen mich sehr schnell flippig.
Deswegen referiere ich nicht in der gewohnten Ausführlichkeit über den gestrigen Tag. Herr Lo, Doktor Sommer und ich haben erneut die Außenwelt (ihr wisst schon, Frankfurt am Main) unsicher gemacht und uns “Children Of Men” auf englisch angesehen. Sicher wird Kre-Lo in den nächsten Tagen darüber rezensieren.
Wenn ich jetzt von diesen bekloppten Pralinen morgen einen Kater kriege, krieg ich die Krise…!
Dazu kommt noch, dass nächste Woche tatsächlich das Winterfest an unserer Schule ist. Bisher haben sich alle (bis auf eine Leidensgenossin) schockiert gezeigt, als ich ihnen offenbart habe, dass mir im Grunde der Elan und die Lust dafür fehlt. Vermutlich, weil ich ab Mittwoch praktisch umsonst länger in der Schule abhängen muss (handwerklich hab ich weniger drauf als andere und die Wände vollkleckern wollen andere). Vielleicht aber auch, weil der liebe Herr Klassenlehrer in Sachen Papierkram weniger Coolness aufweist als bisherige Autoritätspädagogen (welches er wenigstens durch eine erhöhte Kreativität ausgleichen kann) und so das Stigma erweckt, dass es unglaublich sinnlos ist, die Räume für ein paar besoffene und unverschämte Gäste zu dekorieren. Vielleicht ist das aber auch mein Teil vom Soziophobie-Kuchen. Meine These besagt nämlich, dass fast jeder Mensch in gewissen Zügen eher Abstand verlangt.
Aber auf mich hört eh keiner.
Die gute Seite: Zwei verrückte Jungens, die am Freitag seltsame Aerobic-Feuerspielchen präsentieren, gefolgt von Doktor Sommer in der Rolle ihres Lebens (und, nicht zu verachten, Frollein G. in ihrem Höhepunkt).
Und jetzt werd’ ich mir sagen, sagen heut’ Nacht: Oh weh!