Nein, verprügelt wurde ich nicht. Aber nach Atemproblemen, die ich seit Donnerstag hatte, anfangs noch leicht, am Samstag sehr schlimm, und Herzklopfen beschloss ich, mich am Sonntagmorgen im Krankenhaus einliefern zu lassen.
Vermutlich lag’s daran, weil ich verdammtnochmal meine “Helvetica”-Schriftartenreihe zerschossen habe. Die brauch ich für die KNORKE. Jetzt hab ich zwar eine neue Variante, aber nicht meine gefunden! (Das hat sich erledigt. Danke trotzdem, René.) Leute, spielt nie mit Schriftartencoverter rum. Aber nun ja.
Komische Anstalt, sag ich nur. Krankenbruder Andi aka Jörg Kachelmann (nur verpeilter), der mich für eine optische Reinkarnation George Harrisons hält. Gleichzeitig war er verwundert, weil ich den kannte. (Also, vom Namen her.) Und über meine Höflichkeit. Die sei ja nicht typisch Teenie.
Auch bemerkenswert: Die Nachtschicht-Schwester. So quirlig. Die war schon hübsch. Mir war’s schon peinlich, dass sie mich um eine Urinprobe gebeten hat. Um fünf Uhr morgens.
Überhaupt war es doch nicht so schlimm. Mich hat es gar nicht angeekelt, dass Zimmergenosse Hartmut, 80, relativ frisch für sein Alter, aber bereit für den Tod, über seine abstrusen OPs erzählt hat. Andererseits war sein bisheriges Leben interessant. Traurig, dass er sich tatsächlich Landschaftssendungen auf NDR anguckt. Das Leben ist vergänglich.
Übrigens: Meine ganzen Werte waren hervorragend. Es könnte zwei Möglichkeiten für die Verengung meines Brustkorbs geben: Zu viel Sport (und dabei nebenbei Nerven eingeklemmt, ich glaub, ich lass es lieber) oder eine “Erkältung” meiner Lunge. Beides eigentlich aus pillepallen Gründen, wie die Ärztin meinte.
Nun, ich freue mich über einen weiteren guten Grund, die Bundesjugendspiele, für die ich bisher zu schlecht für eine Teilnehmerurkunde war, zu meiden.